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Militanter Neonazi als FPÖ Security

Richard Fiebicher, enger Vertrauter Gottfried Küssels, trat sowohl bei Neonazi-Demos, als auch bei FPÖ-Veranstaltungen als Personenschützer in Erscheinung.

Bei Richard Fiebicher handelt es sich um einen ehemaligen VAPO-Militanten („Volkstreue außerparlamentarische Opposition“) mit ehemals guten Kontakten etwa zu dem Vandalen und Vordenker des Rechtsterrorismus Bendix Wendt oder dem ehemaligen stv. Vorsitzenden der Nationalen Alternative Alexander Dietze. Fiebicher ist seit Jahrzehnten integral in die hochgradig militante, um Gottfried Küssel organisierte, Neonazi-Szene eingebunden und konnte über die Jahre in beinahe allen wichtigen Organisierungsversuchen dieses Milieus beobachtet werden. In den letzen Jahren trat er bei Demonstrationen der „Corona Querfront“ in Erscheinung, wo er Journalist*innen und antifaschistische Aktivist*innen bedrohte und körperlich angriff. Stets schwer vermummt und in Funktionskleidung dürfte er v. a. für die Absicherung der öffentlichen Auftritte verantwortlich gewesen sein: So etwa koordinierte er in Eisenstadt meist jene Neonazis, die Journalist*innen bedrängten und am Arbeiten hinderten. Oder er versuchte – wie im Falle der antifaschistishen Proteste gegen den rassitischen aufmarsch der „Freiheitlichen Jugend Burgenland“ in Deutschkreuz am 14.11.2021 – linke Aktivist*innen im Rahmen von Anti-Antifa-Arbeit zu fotografieren. Dieser Funktion kam er u. a. auch bei der linken Kundgebung während des zweiten Verhandlungstages im sogenannten Antifa 2020 Prozess nach: Dort tauchte Fiebicher mit zwei weiteren Neonazis beim alten AKH auf, um mit Teleobjektiv die Kundgebung und ankommende Linke zu fotografieren. Bei der Demo „Nazis raus aus dem Zweiten“ im Oktober 2023, die direkt den Wohnsitz von Gottfried Küssel in der Unteren Donaustraße 39 ansprach, kam Fiebicher mit drei anderen Neonazis zum Karmeliterplatz, um beim Aufbau der Kundgebung Antifas einzuschüchtern und zu beobachten. Darüber hinaus trat er als Ordner bei mindestens einer Demonstration von Martin Rutter auf, wo er Objektschutz für das massive Sound-Equipment machte, das vermutlich der Involvierung der FPÖ und deren finanziellen Mitteln geschuldet war. Zusätzlich zu seinen neonazistischen Aktivitäten trat er in den letzten Jahren als offizieller Security von Alexander van der Bellen (Bundespräsident) und Walter Rosenkranz (FPÖ) auf. Auch in diesem Jahr wurde er schon bei Veranstaltungen der FPÖ fotografiert. Am 24.05.24 bei der Verantaltung am Franz Jonas Platz und am 07.06.24 bei der EU-Wahlkampf Abschlusskundgebuung der FPÖ am Viktor-Adler-Markt. Der Fall des Neonazi-Security Richard Fiebicher reiht sich ein in eine lange Liste an Kontakten der FPÖ in die militante Neonaziszene Österreichs. Diese Kontakte haben seit der Gründung der FPÖ 1956 Kontinuität und sind alles andere als Zufälle oder „Einzelfälle“. Die FPÖ betont gern, dass sie keine rechtsextremen Kontakte haben, oder wie Kickl im ServusTV Interview meinte, dass er keine rechtsextremen Gruppen kenne.Das ist Absurd in Anbetracht dessen, dass die FPÖ selbst als de größte rechtsextreme Organisation in Österreich zu verstehen ist, mit direkter Kontinuität zum Nationalsozialismus uns seit jeher bestens vernetzt und personell ausgestattet mit deutschnationalen Burschenschaftern, Neonazis, Neofaschist*innen und anderen Rechtsextremen. Die FPÖ eilt ihnen zur Hilfe, verteidigt sie, verharmlost ihre Gesinnung und Taten und setzt sich für die Aufweichung bzw. die Abschaffung des Verbotsgesetzes ein.

Lasst und die FPÖ aus der Normalität holen!