Die „Identitäre Bewegung“ in Österreich. Eine Einführung.
[Vortrag mit Alexander Winkler]
Di, 02.06.2026 | 18:30 Uhr | W23 (Wipplingerstraße 23, 1010 Wien)
Der Vortrag beleuchtet die Entstehung und Entwicklung der „Identitären“, ihre Ideologie sowie die Veränderungen ihrer Strategien und öffentlichen Inszenierungen im Wandel der Zeit. Im Fokus stehen außerdem zentrale Akteure der Bewegung, ihre politischen Netzwerke und ihre Rolle innerhalb der extremen Rechten in Österreich und Europa.
Referent ist Alexander Winkler, Autor und Mitherausgeber des Sammelbandes „Untergangster des Abendlandes. Ideologie und Rezeption der neofaschistischen Identitären“. Gemeinsam soll diskutiert werden, wie die Identitären arbeiten, warum sie trotz Krisen und Rückschlägen weiterhin Anschlussfähigkeit besitzen und weshalb eine entschlossene antifaschistische Praxis notwendig bleibt.
Rechte Frauen – wahre Frauenrechtler*innen?
[Vortrag mit Judith Götz]
Fr, 12.06.2026 | 18:30 Uhr | KSŠŠD (Mondscheingasse 11, 1070 Wien)
Auch wenn im medial vermittelten Bild des österreichischen Rechtsextremismus meist Männer im Vordergrund stehen, sind Frauen in unterschiedlichen Spektren der extremen Rechten aktiv – in der Freiheitliche Partei Österreichs über sogenannte „Mädelschaften“ und identitäre Gruppierungen bis hin zu verschwörungsideologischen Milieus. Ihre Präsenz trägt häufig dazu bei, das öffentliche Erscheinungsbild zu normalisieren und Zugänge zu zivilgesellschaftlichen Bereichen – etwa Elternvertretungen, Vereinen oder sozialen Initiativen – zu erleichtern. Gleichzeitig haben Themen und Diskurse rund um Geschlechterrollen, Familie und Antifeminismus zunehmend Eingang in Debatten und Strategien der extremen Rechten gefunden.
Der Vortrag mit anschließender Diskussion beleuchtet, wie sich Partizipationsangebote für Frauen innerhalb der extremen Rechten in Österreich verhandelt werden, wie sich Frauenbilder sowie „weiblich“ konnotierte Aktionsformen entwickelt haben und welche Rolle antifeministische Politiken und Narrative heute im Rechtsextremismus spielen. Dabei wird auch auf die unterschiedlichen Rollen, Selbstinszenierungen und Mobilisierungsstrategien von Frauen in den jeweiligen Spektren eingegangen.
Kinderkreuzzug reloaded: Zur jüngsten Generation im (Wiener) Neonazismus [Expert*innenvortrag]
Do, 18.06.2026 | 18:30 Uhr | Hörsaal C2 am Campus der Universität Wien (Spitalgasse 2, 1090 Wien)
Seit rund zwei Jahren sind wir mit einer Zunahme neonazistischer Gewalt konfrontiert, was – wie schon in den Jahrzehnten davor – auch auf einen Generationenwechsel in der Szene verweist: Die nachrückenden Neonazis scheinen sich erst „in Aktion“ beweisen zu müssen und zu wollen. Noch nie aber waren diese so jung, so viele und so brutal. Sie betreiben Kampfsport, organisieren sich on- wie offline in Gruppen wie die „Division Wien“, mischen sich unter Hooligans und sind auch international bestens vernetzt. Viele von ihnen kommen von den „Identitären“, denen die Funktion eines Durchlauferhitzers zukommt.
Kommt vorbei, informiert euch und beteiligt euch an der antifaschistischen Mobilisierung gegen den rechtsextremen Aufmarsch der „Identitären“ in Wien.
![Gruppe für organisierten Antifaschismus [wien]](https://gfoa.noblogs.org/files/2023/01/cropped-logo_schwarz_web.png)