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NAZI SYMBOLE AUS DER DECKUNG HOLEN! – „White Power“-Zeichen beim Aufmarsch der „Identitären“ 2024

Am 20. Juli 2024 demonstrierten Faschisten aus ganz Europa in Wien. Sie forderten rassitische Deportationen für alle Menschen, die nicht ins völkische Weltbild passen. Viele der Teilnehmer zeigten mit ihren Fingern WP, ein Zeichen, das in rechtsextremen Kreisen für „white power“ steht.

Rassitische Dog Whistle

2017 als rechter Hoax auf 4Chan entstanden, entwickelte sich das OK-Zeichen in den letzten Jahren vom harmlosen Alltagssymbol zum zentralen Erkennungszeichen von Rechtsextremen. In faschistischen Kreisen wegen der Doppeldeutigkeit gerne als Dog Whistle genutzt, steht es für „white power“. Im Internet wird es auch mit dem OK-Emojy, als „WP“ oder „WAP“ („White Aryan Power“) abgekürzt. FPÖler und „Identitäre“ nutzen das Zeichen seit Jahren um die herbeifantasierte Überlegenheit der „arischen Rasse“ zu propagieren. So zeigten Rechtsextreme 2020 bei einer Vorlesung des FPÖ nahen und antisemitischen Professors Lothar Höbelt das WP-Zeichen.

Vom Hoax zum Rechtsterror

2019 ermordete ein Rechtsterrorist über 50 muslimische Menschen in Christchurch. Er spendete dem „Identitären“-Chef Sellner Geld und bezog sich positiv auf dessen antisemitische und rassistische Verschwörungsgeschichte. Vor Gericht zeigte er das „white power“ Zeichen in die Kamera. Auch der kürzlich verurteilte „Identitären“ Aktivist und Mitglied der Neonazi-Gruppe Feuerkriegsdivision Moritz Draskovits zeigte vermummt in einer Uniform des Bundesheeres das White-Power Zeichen, auch dafür wurde er verurteilt. Er googelte zigfach den Attentäter von Christchurch und tauschte sich im Netz über Anschläge auf Jüdinnen*Juden und Schwarze Menschen aus. Bei ihm wurden neben Nazi-Devotionalien auch Waffen gefunden. 

Verwendung von FPÖ

Rassistische Aktivisten der FPÖ und ihrer Jugendorganisationen nutzen das Zeichen besonders oft, zum Beispiel bei einer Demonstration des FJ Burgenland 2021, an der auch Neoonazis aus dem Umfeld von Gotfried Küssel teilnahmen. Auch AktivistInnen der Jugendorganisationen der AfD nutzen das Zeichen. Die „Identitäre“ Aktivistin und Chefin der JA-Brandenburg Anna Leisten zeigte, gemeinsam mit dem ehemaligen Mitarbeiter vom Compact-Magazin Paul Klemm, das rassistische Zeichen in die Kamera. In Österreich zeigen Politiker der faschistsichen FPÖ das rassitische Erkennungszeichen. Darunter Marlene Svazek (Landeshauptfraustellvertreterin Salzburg) und der FPÖ Generalsekretär Michael Schnedlitz mit dem „IB“-Aktivisten und FJ-NÖ Chef Elias Maria Schuch.

Nicht jedes OK-Zeichen ist ein rassistisches Symbol. Wenn aber Rassisten und Faschisten das Symbol gezielt als Dog Whistle nutzen, dann ist klar wie und was gemeint ist. Beispiel: Bei den Black Lives Matter Protesten in Wien 2020, zeigten deutschnationale Burschenschafter das rassistische Symbol. Den meisten war die Provokation wohl gar nicht bewusst, den beiden Nazis vom Corps Hansea mit Sicherheit schon.