
Die Kampagne „Wien nimmt Platz“ mobilisierte über einen Zeitraum von 6 Wochen gegen den rechtsextremen Aufmarsch der „Identitären“ am 26.07.2025 in der Wiener Innenstadt. An den antifaschistischen Aktionen beteiligten sich tausende Menschen. Der Nazi-Aufmarsch wurde mindestens fünf Mal blockiert, konnte am Ende jedoch seinen Endpunkt erreichen. Wir wollen in diesem Text auf die Kampagne und Aktionen zurückblicken.
Mobilisierung
Am 12.06.2025 startete die Kampagne „Wien nimmt Platz“ einen Tag nachdem die Nazi-Demo für den 26.07. angekündigt wurde. In den folgenden Wochen wurden in Wien und anderen österreichischen Städten über 1.500 Plakate geklebt und es gab mehrere Infoveranstaltungen. In allen Ankündigungen wurde klargemacht, dass wir bereit sind, das Notwendige zu tun: den Nazi-Aufmarsch blockieren. Auch die Sitzblockade als Mittel der Wahl haben wir ziemlich transparent kommuniziert. Diesen Schritt sind wir bewusst gegangen und denken, dass dies die richtige Entscheidung war (siehe: Die Aktionen am 26.07.2025).
Unsere Social Media-Kampagne war insgesamt ein großer Erfolg! Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und insbesondere auch den Pressesprecher*innen. Das diverse „Line-Up“ in unseren Videos, das aus achtzehn Personen aus Kultur, Zivilgesellschaft und politischem Aktivismus bestand, erreichte durch seine Diversität ein großes Publikum, das sonst eher weniger mit antifaschistischen Mobilisierungen in Berührung kommt. Innerhalb kürzester Zeit gelang es so, „Wien nimmt Platz“ als „Marke“ mit Wiedererkennungswert zu platzieren. Darüber hinaus haben wir aus analytischen und strategischen Gründen bewusst die Bezeichnung „Nazi-Aufmarsch“ für die rechtsextreme Demo gewählt. Die Rede von „Neurechten“ oder „Identitären“ verharmlost die Realität. Die „Identitären“ müssen im Kontext ihrer Entstehung aus und in der lokalen Neonazi-Szene rund um Gottfried Küssel betrachtet werden. Darüber hinaus haben die „Identitären“-Demos der letzten zwei Jahre gezeigt, dass es sich dabei um klassische Neonazi-Demonstrationen handelt. Nach einer „Identitären“-Demo im Februar 2025 zog etwa ein Nazi-Mob los und verprügelte später am Abend eine Gruppe von 15 Personen am Nestroyplatz. Dieselbe Dynamik ließ sich leider auch am 26.07.2025 beobachten (siehe: Rechte Gewalt). Daher sprechen wir von einem „Nazi-Aufmarsch“. Gerade im Rahmen unserer Kampagne, die auf eine breitere Öffentlichkeit abgezielt hat, erscheint uns diese Benennung rückblickend von zentraler Bedeutung.
Der Vorabend: Straßenfest in 1050
Am 25.07.2025 fand im 5. Bezirk ein antifaschistisches Straßenfest statt. Wie bereits in den letzten Jahren veranstalteten die Neonazis auch in diesem Jahr wieder ein illegales Kampfsportturnier in ihrem Keller in der Ramperstorffergasse 31, 1050 Wien. Das Straßenfest wurde von allen Parteien außer der ÖVP und FPÖ mitveranstaltet sowie vom queeren Zentrum QWien, das in unmittelbarer Nähe der Nazi-Immobilie ansässig ist. Das Straßenfest war aus unserer Perspektive ein pragmatischer Erfolg. Die Neonazis mussten den gesamten Abend über Personen abstellen um Fotograf*innen abzuschirmen, während sich der Rest von ihnen im Keller verkroch. Währenddessen waren auf der Straße hunderte Menschen die tanzten und zu Drag Shows feierten. Die Organisation des Straßenfests von Parteien aus dem Bezirk führte zu einer breiteren Öffentlichkeit für das dortige Nazi-Problem und den Aufmarsch am nächsten Tag, da die Parteien selbst auch Pressearbeit machten. Es bleibt abzuwarten, ob die Parteien sich nun auch weitere, ernsthafte Schritte gegen das Nazi-Problem im Bezirk überlegen.
Das Straßenfest wurde durch die Wiener Polizei rigide von der Nazi-Veranstaltung getrennt. Fotograf*innen wurde der Zugang zum Schutzbereich rund um die Immobilie der Neonazis nicht gewährt. Stattdessen wurde eine Journalistin von der Polizei mit einer Geldstrafe für das Tragen einer FFP2-Maske belegt. Dies ist fatal, da die Berichterstattung über die AkteurInnen der Neonazi-Szene ohnehin schon mit einem erheblichen Risiko für Journalist*innen verbunden ist. Es gibt unzählige Schilderungen von Gewalt gegen und Bedrohung von Pressevertreter*innen auf den Demonstrationen der „Identitären“. Es ist unglaublich, dass die Polizei diese nicht nur nicht schützt, sondern sogar aktiv einer Bedrohung durch Neonazis aussetzt.
Zusammenarbeit mit Parteien bleibt frustrierend
Eine Randnotiz zum Straßenfest wollen wir allerdings noch mit euch teilen:
Das Straßenfest am 25.07.2025 fand ohne einen Redebeitrag des Bündnisses „Wien nimmt Platz“ statt, weil dies einige der veranstaltenden Parteien verhinderten. Damit stellen sich die politischen Akteur*innen aus dem Bezirk gegen konsequentes antifaschistisches Engagement.
Dies ist besonders absurd, da ohne die Arbeit unseres Bündnisses vermutlich gar kein Fest am Vorabend stattgefunden hätte.
Die Aktionen am 26.07.2025
Am Samstag der Nazi-Demo fanden insgesamt fünf angemeldete antifaschistische Kundgebungen in der Innenstadt statt, zu denen wir breit aufgerufen haben. Es beteiligten sich mehrere tausend Menschen an den Aktionen. Eine genaue Zählung ist für uns nicht möglich, da die Aktionen dynamisch, über den ganzen Tag verteilt in der Stadt stattfanden. Besonders hat uns gefreut, dass sich auch Wolfram Jarosch, der Vater von Maja T., an den Aktionen beteiligt und einen Redebeitrag auf einer der Kundgebungen gehalten hat. Bereits etwa 2 Stunden vor der Neonazi-Demo begann die Polizei den ersten Bezirk und die Demoroute der Neonazis großräumig abzusperren. Außerdem positionierten sich die Neonazis selbst mit Holzknüppeln bewaffnet in Kleingruppen an mehreren Orten in der Innenstadt. Ein Großteil der Neonazis reiste über die U-Bahnstation Stadtpark an. Aufgrund der Lage der Kundgebungen hatten sie von dort aus einen freien Weg zu ihrer Startkundgebung. Allerdings wurden die Neonazis bereits hier mit antifaschistischer Gegenwehr konfrontiert. Sie wurden ausgebuht, bespuckt und körperlich konfrontiert. Einige Neonazis betraten die Kundgebung daher schon mit Jacken voller Speichel. Bereits hier kam es zu ersten (angedeuteten) Hitlergrüßen durch Teilnehmende der Neonazi-Demo. Unter antifaschistischem Protest setzte sich die Neonazi-Demo schließlich gegen 15:40 Uhr in Bewegung. Bereits nach wenigen Metern wurden sie allerdings schon von einer antifaschistischen Sitzblockade aufgehalten! Trotz des massiven Polizeiaufgebots gelang es einigen Genoss*innen auf die Route der Nazis zu kommen. Die Polizei begann nach wenigen Minuten mit der Räumung der Blockade, dennoch konnte so der Aufmarsch bereits für ganze 40 Minuten blockiert werden!
Während die Nazis in der leeren Wollzeile stillstanden, bespielten wir bereits 4 große Kundgebungen, die größte davon am Stephansplatz. Hier demonstrierten allein 500-1000 Antifaschist*innen lautstark gegen den Aufmarsch der Rechtsextremen. Damit gehörte das Herz der Wiener Innenstadt den ganzen Tag über uns, während die Neonazis die meiste Zeit in den Seitenstraßen herumstanden. Nachdem die Polizei die erste Sitzblockade geräumt hatte, setzte sich der Aufmarsch wieder in Bewegung – nur um gleich wieder blockiert zu werden! Dieses Schauspiel wiederholte sich den ganzen Tag über. Wir wissen von mindestens 5 Sitzblockaden, wobei eine Zählung schwerfällt, da sich immer wieder auch spontan Antifaschist*innen den Nazis in den Weg setzten. Unser Narrativ „Wien nimmt Platz“ ging auf!
Als die Neonazis schließlich von der Polizei fast bis zu ihrem Endpunkt durchgeprügelt worden waren, wurden sie, nur wenige Meter von ihrer Endkundgebung Am Gestade entfernt, erneut blockiert. Die Stimmung auf der rechtsextremen Demo wurde zunehmend schlechter. Dennoch bleibt unsere Aktion in dieser Hinsicht nur ein Teilerfolg: Aufgrund des massiven Enthusiasmus der Wiener Polizei, den Neonazi-Aufmarsch in der Innenstadt um jeden Preis zu ermöglichen, gelang eine vollständige Blockade bis zur Auflösung des Aufmarsches nicht. Die Neonazis sind am Ende – nach über drei Stunden und ewigem Rumstehen – irgendwie an ihrem Ziel angekommen. Sie mussten ihre Route fast um die Hälfte verkürzen und konnten nicht durch das Herz der Innenstadt (inklusive Stephansdom und Graben) gehen, da hier antifaschistischer Protest stattfand. Gerade für die Kader der Neonazis bleibt der Tag so nur ein eingeredeter Erfolg. Auch ist zu beobachten, wie gerade jüngere Nazis das Interesse verlieren. Diese vielen später eher mit Versuchen auf, sich den Tag mit Dosenbier schön zu trinken. Die rechte Inszenierung ist offensichtlich eine gestellte: Das Fronttransparent war aufgrund der Übergröße für den Großteil der Demo ungeeignet. Die rechten Schlägertrupps rund um die Demo waren eher peinliche Deko. Und auch die Nazis wissen: Ohne die bereitwillige Hilfe der Polizei wären sie am 26.07. keinen Meter weit gegangen. Dennoch werden die Neonazis das zusammengetragene Videomaterial wie gewohnt für die eigene, realitätsverzerrende Propaganda nutzen. Die immer wieder scheiternden Versuche, eine rechte Straßenpräsenz zu etablieren, zeigen aber, dass das Internet am Ende des Tages nicht als politischer Schauplatz ausreicht. Und auf der Straße bleiben die „Identitären“ eine peinliche Boys-Show. Das merken auch junge Neonazis, die sich immer weniger für Hipster-Neonazis der „Identitären Bewegung“ interessieren. Großen Zulauf können stattdessen die „klassischen“ Neonazis nach dem Vorbild rechter Skinheads verzeichnen.
Wien bleibt passiv
Die Proteste und vor allem die große Anzahl an Sitzblockaden ist für uns ein großer Erfolg und diesen möchten wir nicht schmälern. Allerdings zeigten sich auch am 26.07.2025 die Grenzen von antifaschstischer Straßenmobilisierung in Wien und Österreich: Am Stephansplatz kam es zu einer kleinen Sizblockade von etwa 8 Personen. In unmittelbarer Nähe dazu standen hunderte weitere Antifaschist*innen ohne Trennung durch Polizeiabsperrungen oder Ähnliches. Beobachter*innen beschrieben, wie die Umstehenden sich unter „No Pasarán“-Rufen und Applaus für die Blockierenden von diesen weg bewegten(!). Diese Passivität limitert den gegenwärtigen antifaschistischen Straßenkampf enorm. Daher sehen wir es als Notwendigkeit an, Aktionen des zivilen Ungehorsams als das darzustellen, was sie sind: legitim & notwendig. Und wir hoffen, mit den Aktionen für einige Menschen die Grenzen des Denkbaren verschoben zu haben. Dennoch hat die Parole „Wien nimmt Platz“ nicht bei allen Menschen dazu geführt, sich auch wirklich den Platz zu nehmen, der uns zusteht. Wir müssen als radikale Linke weiterhin darauf hinarbeiten, dass sich eine größer werdende Anzahl an Menschen traut, die Regeln der bürgerlichen Gesellschaft in Frage zu stellen – und wenn notwendig auch zu brechen – und Nazis mit allen notwendigen Mitteln zu bekämpfen.
Die Rolle der Polizei
Der Aufmarsch der Neonazis konnte nach über drei Stunden und nach unzähligen Blockaden und Störaktionen sein Ziel Am Gestade erreichen. Dies war nur aufgrund des massiven Engagements der Polizei möglich. Die Einsatzleitung übernahm unter anderem jener Beamter, der auch für die massive Polizeigewalt gegen Linke nach der 1. Mai Demonstration 2021 zuständig war. Eine Aufarbeitung dieser Polizeigewalt steht bis heute aus, wie ein Gutachten von Amnesty International feststellte. (siehe https://www.amnesty.at/media/9272/gutachten-im-auftrag-von-amnesty-international_jaenner-2022_polizeigewalt-bei-mayday-demo-1-mai-2021.pdf) Am 26.07.2025 kam es zum Glück nicht zu vergleichbaren Szenen, dennoch zeigte die Polizei einmal erneut, auf wessen Seite sie steht. Wie bereits erwähnt riegelte die Polizei etwa zwei Stunden vor dem angekündigten Demonstrationsbeginn der Neonazis die gesamte Wollzeile sowie auch alle umliegenden Straßen ab. Gleichzeitig ließ die Polizei mit Stöcken bewaffnete rechte Schlägertrupps ungestört gewähren. Geschäfte und Lokale im Bereich der Neonazi-Demo mussten frühzeitig schließen. Ein großer Bereich der Innenstadt wurde so kurzzeitig zur „national-befreiten Zone“, unzugänglich für alle, die in das Feindbild der Neonazis fallen. Antifaschistische Blockaden konnten durch dieses enorme Aufgebot dennoch nicht verhindert werden.
Bei den Blockaden kam es zu über 50 Festnahmen und mehreren hundert Anzeigen gegen Antifaschist*innen. Aktivist*innen berichteten später von üblen Schikanen während der Festnahmen, Herabwürdigungen im Polizeianhaltezentrum begleitet von Maßnahmen wie etwa erkennungsdienstlichen Behandlungen, die im Kontext einiger lächerlicher verwaltungsrechtlicher Vorwürfe nicht nur unverhältnismäßig sondern schlicht illegal sind.
Im Anschluss an die Demonstration begleitete die Polizei eine große Gruppe abreisender Neonazis zur nahen U-Bahnstation am Schottenring. Hier durften die Neonazis unter den Augen der Polizei und der Wiener Linien als große Gruppen in die U-Bahn einsteigen. Der aufgeheizte Mob wurde allerdings nicht weiter polizeilich begleitet, sodass es kurz nach der Demonstration zu einem brutalen rassistischen und anti-linken Angriff in der U1-Station Nestroyplatz kam, wie der freie Journalist Samuel Winter veröffentlichte. Dies ist bereits das dritte Mal, dass es im Anschluss an eine rechte Demonstration zu Gewalt durch Neonazis kommt. Zuletzt kam es im Anschluss an eine Demonstration der „Identitären“ im Februar 2025 zu einem vergleichbaren Angriff, ebenfalls an der U1-Station Nestroyplatz, ebenfalls durch Neonazis die zuvor eine Demonstration der „IBÖ“ besuchten, wie ZeitOnline berichtete. Die Neonazis nutzen in der Nähe vom Nestroyplatz im zweiten Bezirk eine Immobilie des Neonazis Gottfried Küssel in der Unteren Donaustraße 39. Rundherum kommt es immer wieder zu rechter Gewalt. Die Polizei weiß das – warum werden Neonazis dennoch unbegeleitet und unter Mithilfe der Wiener Linien zur nächste Schlägerei chauffiert? Warum kommt die Polizei nicht, wenn Betroffene Rechter Gewalt einen Notruf absetzen?
Der Polizeieinsatz am 26.07.2025 und die Passivität der Behörden in Fällen rechter Gewalt ist auch im Kontext des Polizeieinsatzes am 27.07.2025 in der NS-Gedenkstätte Peršmanhof zu betrachten. Es ist kein Zufall, dass die Polizei am Samstag Nazis den Weg freiprügelt und am Sonntag mit der Hand an der Waffe eine NS-Gedenkstätte stürmt. Antifaschismus wird in Österreich weiterhin kriminalisiert, egal ob in Wien oder in Kärnten.
Rechtes Erlebniswochenende & Straßengewalt
Die Aktionen gegen den Neonazi-Aufmarsch sind als Erfolg zu bewerten. Allerdings ist der Neonazi-Aufmarsch nur als Teil eines rechten Erlebniswochenendes zu sehen, gegen das antifaschistische Interventionen nur bedingt wirken. Der Vorabend im 5. Bezirk war ein erster notwendiger Schritt, um dies anzugreifen. Unbeantwortet blieb hingegen die erneute Straßengewalt im Anschluss an die Demonstration. Außerdem veranstalteten die Neonazis im Anschluss an die Demo wieder einen Party-Abend. Mit dem Aufteilen der Neonazidemo in zwei Gruppen (Neonazis rund um die „Identitären“ auf der einen & Neonazis aus dem Hooligan-Spektrum auf der anderen Seite) wird dies zunehmend erschwert: so befanden sich an diesem Abend an zwei Orten (im Café Bendl in der Innenstadt & in der Immobilie von Gottfried Küssel in der Unteren Donaustraße 39, 1020) große, alkoholisierte Männergruppen. Es liegt an uns, antifaschistische Lösungen für diese Herausforderungen zu entwickeln.
Ausblick
Abschließend wollen wir noch einmal zusammenfassend feststellen: die Aktionen gegen den Nazi-Aufmarsch waren erfolgreich. Die Neonazis konnten erneut nur laufen, weil die Polizei ihnen den Weg freigeprügelt hat. Für ihre mickrige Route brauchten sie statt einer normalen Gehzeit von 15 Minuten über drei Stunden. Die große Neonazi-Präsenz in Wien über drei Tage hinweg am Wochenende des Aufmarsch, sowie die weiter eskalierende Straßengewalt stellen Antifaschist*innen vor neue Herausforderungen. Die Interventionen im 5. Bezirk sind ein erster Schritt in die richtige Richtung. Neue Lösungen müssen her!
Darüber hinaus ist es wichtig, das Erstarken des Faschismus in Österreich im Gesamten zu betrachten. Die Wahlerfolge der FPÖ und die Straßenschläger-Nazis sind Produkte eines krisenhaften Kapitalismus. Langfristig ist klar, dass wir die Erfolge der extremen Rechten nur punktuell aufhalten können. Wir müssen weiterhin starke antifaschistische Strukturen aufbauen, die hierzu in der Lage sind. Der Schutz der Betroffenen von rechter Gewalt steht dabei im Zentrum. Darüberhinaus müssen wir die Gesellschaft, in der wir leben, als Ganzes verändern. Dies ist in der Praxis ein kleinteiliger und langwieriger Prozess. Uns ist es gelungen, mit den Aktionen im Rahmen von „Wien nimmt Platz“ viele Menschen in Aktionen und auf die Straße zu bringen. Darauf lässt sich aufbauen.
![Gruppe für organisierten Antifaschismus [wien]](https://gfoa.noblogs.org/files/2023/01/cropped-logo_schwarz_web.png)